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Das Phänomen Leutnant Dino, der Unterhaltspreller - Detlef Bräunig entschlüsselt

Das Phänomen Leutnant Dino, der Unterhaltspreller - Detlef Bräunig entschlüsselt

 Der große Auftritt, die Selbstdarstellung, die Inszenierung. "Wer von der Lüge lebt, muss die Wahrheit fürchten". So lautet das Motto des Männermagazins, das von Detlef Bräunig betrtrieben wird. Dabei leben wohl wenige in der Szene der Männer- oder Väterrechtler so sehr von der kalkulierten Lüge wie Detlef Bräunig.

Detlef Bräunig zusammengefasst 


Detlef Bräunig ist ein Kind der DDR. Dort machte er in der NVA eine bescheidene Karriere als Offizier und Ingenieur. Nach dem Zusammenbruch der DDR und der Wiederereinigung wechselte er in die Privatwirtschaft. (vgl.:https://das-maennermagazin.com/leutnant-dino)

Nach mehreren gescheiterten Ehen lernte er im Jahr 2002 eine ugandische Asylantin kennen, mit der er zwei Kinder zeugte. (vgl.: https://www.trennungsfaq.com/forum/showthread.php?tid=1481). Diese Verbindung endete im Jahr 2005 mit der von der Partnerin erklärten Trennung und ihrem Fortzug in ein Frauenhaus (vgl. ebd.).

Aufgrund der entstandenen Unterhaltsverpflichtungen und diversen "Drangsalierungen" entschloss sich Bräunig, nach kurzeitiger Flucht in den Alkoholismus, nach Thailand auszuwandern (vlg. ebd.). Im Zuge dessen veröffentlichte er eine Anleitung zur "Unterhaltsflucht" und wurde ein Protagonist in einer Reportage über "Rabenväter", da er seinen Kindern und seiner Ex-Partnerin den ausgeurteilten Unterhalt verweigerte.

Seit dem Jahr 2013 vermarktet er sich als geschickter und gewiefter Unterhaltspreller, der zwar keinen Cent an Unterhalt zahle, aber dennoch einen luxuriösen Lebensstil pflege. Er verdiene nur wenig Geld und lasse sich seinen Lebensstil, der unter Anderem aus kostspieligen Automobilen, Wohnungen, Auslandsreisen und sonstigen Statussymbolen besteht, von "Freunden und Sponsoren" finanzieren (vgl. u.a.: https://das-maennermagazin.com/mediathek/rtl-weekend-deutschlands-dreistester-unterhaltspreller).

In der Szene der Männer- und Väterrechtler gilt er einigen seither als Vorreiter oder Held. In seinem seit 2015 veröffentlichten Internetblog "Das Männermagain" gibt er Tipps, wie man die gesetzliche Unterhaltspflicht gegenüber Frauen und Kindern umgehen bzw. minimieren könne und polemisiert, gegen das von ihm auserkorene Feindbild Frau, insbesondere "alleinerziehende" Mütter.

Die erste und fundamentalste Lüge


Der Markenkern von Detlef Bräunig besteht darin ein Unterhaltspreller zu sein. Gemeinhin bedeutet das, seinen gesetzlichen Unterhaltspflichten, gegenüber Berechtigten, absichtsvoll nicht nachzukommen, obwohl man es eigentlich könnte. Der Wille dazu mag irgendwann vorhanden gewesen sein. Nach eigenen Angaben bezahlte er den durch ein Gericht ausgeurteilten Unterhalt zunächst vollständig (vgl.https://www.trennungsfaq.com/forum/showthread.php?tid=1481).

Mit seiner Unterhaltsflucht stellte er vorerst alle Zahlungen ein (vgl. ebd.). Das klingt ersteinmal nach Charakterfestigkeit und "Eiern". Nachdem er sich erstmalig im Fernsehen produzierte und dort lauthals verkündete, dass er keinen Unterhalt zahle, niemals zahlen werde und ihm niemand etwas könne, knickte er auf den nachfolgenden Druck der Behörden ein und zahlte, wennauch bescheiden, Unterhalt.

In Insiderkreisen ist bekannt, dass Leutnant Dino sehr wohl Unterhalt für seine zwei Kindner bezahlt und zwar in Höhe des Unterhaltsvorschusses. Diese Vorgehensweise propagiert er des Öfteren in seinen Publikationen (vgl.: https://das-maennermagazin.com/mediathek/maennermagazin-tv-folge-10). Nun kann man sich wie immer über alles streiten, aber versuchen wir uns einmal an einer Begriffsdefinition. Ein Unterhaltspreller zeichnet sich dadurch aus, dass er keinen Unterhalt zahlt und zwar an niemanden. Wenn man Unterhalt zahlt, kann man dann ein Unterhaltspreller sein?

Nach meinem Dafürhalten irgendwie nicht. Man zahlt oder zahlt nicht. Der gute Leutnant zahlt - immerhin ca. 600 EUR im Monat gemäß den Richtlinien des Unterhaltsvorschusses (in Anbetracht des Alters seiner Kinder) - also kann er auch per definitionem kein Unterhaltspreller sein. Nun kann man oder er natürlich einwenden, dass er nicht die volle Summe zahlt und vielleicht auch nicht für jeden, der berechtigt ist, aber unterm Strich ist das, für mich jedenfalls, eine Lüge. Und zwar eine, die sich gewaschen hat, wenn man bedenkt, dass es der eigentliche Markenkern ist. Ist man noch eine Jungfrau, wenn man ein bisschen Sex, ein bisschen Penetration hatte? Irgendwie nicht!

Das System Bräunig - wenig mehr als, mutmaßlich, ein äußertes Maß an krimineller Energie


Die Fakten


Das geschickte, das gewiefte, das unentschlüsselbare Unterhaltsprellen ist das, was Detlef Bräunig propagiert. Was mag dahinter stecken, wie schafft man das, welcher Eingebungen und Erleuchtungen muss man teilhaftig geworden sein, um solch kunstvolles Handwerk beherrschen zu können? Dieser Frage möchte ich mich nachfolgend widmen.

Wie kann man Gesetzen, richterlichen Beschlüssen, dem Gerichtsvollzieher und einer veritablen Vernichtung der eigenen bürgerlichen Existenz entgehen und dabei, trotz massiver Unterhaltspflichten, die man (angeblich) nicht erfüllt, noch in einem Luxus leben, von dem jeder hartarbeitende Mindestlöhner oder Sachbearbeiter im Mittelbau nur träumen könnte?

Die Antwort ist fantastisch einfach: gar nicht! Jeder Unterhaltspflichtige kennt das Spiel. Wenn man nicht zahlt, dann kommen die Pfändungen. Das Konto, der Lohn oder das Gehalt, vielleicht auch das Auto oder andere Vermögenswerte. Und das Vollstreckungsrecht bietet da äußerst umfangreiche Möglichkeiten. Es gibt kein Entrinnen. Es gibt kein Entkommen.

Es sei denn, man spielt nicht nach den Regeln. Das ist die eine Möglichkeit oder man hat einen Gönner, einen Financier.

Gut, mit welcher Variante haben wir es hier zu tun? Das lässt sich mit einer, ich will nicht sagen kurzen aber auch nicht allzu langen, Google-Recherche ergründen.

Ich bin von Natur aus neugierig, um nicht zu sagen misstrauisch und wenn mir jemand erzählt, er habe das unmögliche möglich gemacht und auch sonst die Weisheit mit der Suppenkelle gefressen und inhaliert, dann gehe ich der Sache durchaus einmal nach. Vor allem dann, wenn er gerne einmal den Überlegenen heraushängen lässt. Also fassen wir die Fakten einmal zusammen.

Nr. 1:

Detlef Bräunig ist ein halbwegs gut verdienender Bauleiter.

Nr. 2:

Er lernt eine Asylantin kennen und zeugt mit ihr zwei Kinder. Sie verlässt ihn und setzt einen weitreichenden Unterhalt für sich und die Kinder durch.

Nr.3:

Bräunig wandert ins Ausland aus.

Nr.4:

Bräunig kehrt 2010 nach Deutschland zurück. Ob er im Ausland gescheitert ist oder nicht, lassen wir einmal dahingestellt.

Nr. 5:

2011 wird ein Unternehmen gegründet mit Bräunig als Geschäftsführer, nämlich die Gussasphalt Süd Gmbh

Nr. 6:

Im März 2013 wechselt der Geschäftsführer der Gussasphalt Süd. Mathias Hofberger ist nunmehr Geschäftsführer.

Nr. 7:

Im Juni 2013 produziert RTL einen Beitrag mit Detlef Bräunig unter dem Titel "Deutschlands dreistester Unterhaltspreller" . Nach eigenen Angaben und vorgelegten Gehaltsabrechnungen verdiene Bräunig in dieser Firma lediglich etwas in der Größenordnung von 800 EUR netto. Zu wenig, um Unterhalt zahlen zu können. Dennoch protz er mit einer Loftwohnung, Luxusautos, die er fahre und dergleichen mehr. Sponsoren und Freunde würden diesen Luxus finanzieren.

Nr. 8:

Ende 2015 gründet Detlef Bärunig sein eigenes Unternehmen: BB Baubüro für Betoninstandhaltung UG (haftungsbeschränkt) mit einem Stammkapital von 4000 EUR. Er selbst fungiert dabei als Geschäftsführer.

Nr. 9:

Aktuell gibt er an, er sei Teilzeitgeschäftsführer mit minimalem Gehalt.


Das absolut wahrscheinlichste Szenario


Wer kennt das nicht aus seinem Umfeld? Aus seinem nahen Umfeld, aus dem weiteren Umfeld oder auch nur vom Hörensagen? Ein Unternehmer geht in die Insovenz. Er hatte eine GmbH. Das Stammkapital von 25.000 EUR ist futsch, aber darüber hinaus schauen die Gläubiger - Zulieferer vielleicht, Arbeitnehmer, der Staat - dumm aus der Wäsche. Nichts zu holen...über das Stammkapital hinaus und was vielleicht noch aus der Firma zu liquidieren ist, Maschinen oder sonstige Vermögenswerte. Meistens nicht viel, weil ja vorher schon alles vergoldet wurde.

Nun geht der insolvente Unternehmer nicht in Sack und Asche, verlebt den Rest seines Lebens in Scham und Armut. Nein, er macht etwas Anderes. In dem Bewusstsein der bervorstehenden Insolvenz zieht er so viel Geld wie möglich aus dem Unternehmen, legal oder illegal. und danach...ja danach verwendet er das Geld, um ein neues Unternehmen zu gründen. Auf dem Namen seiner Frau etwa, seiner Schwester, seiner Mutter. Völig egal. In diesem neuen Unternehmen lässt er sich nun unterhalb der Pfändungsgrenze anstellen, obwohl das im Falle einer GmbH-Insolvenz egal wäre. Jedenfalls lässt er sich anstellen mit einem bescheidenem Lohn oder Gehalt als HiWi oder ASSI oder wie auch immer man das nennen will.

Er fährt die teuren Firmenautos, die ihm natürlich nicht gehören, denn er ist ja schließlich nur angestellt. Er geht auf teure Geschäftsreisen, vielleicht nach New York - natürlich von der (neuen) Firma bezahlt.

Wer so etwas kennt, so oder so ähnlich, der kennt auch das mutmaßliche System Bräunig. Das wahrscheinlichste Szenario ist vergleichbar mit dem exemplaisch genannten Unternehmer das folgende:

Bräunig lässt sich im eigenen Unternehmen oder in Unternehmen, die "Geschäftspartnern" gehören für einen Hungerlohn anstellen und der Rest der (leistungsgerechten) Vergütung, lässt er sich schwarz auszahlen bzw. zahlt er sich es selbst schwarz aus. Bravo! Großartig! Als ob jemand das Rad oder das Feuer erfunden hätte, so genial, neu und originell ist das.

Zu pfänden gibt es da nichts. Die Wohnung und die Einrichtung, laufen auf dem Namen von irgendjemandem, vielleicht sogar steuerlich als Dienstwohnung abgesetzt. Die formidablen Autos, die im Fernsehen zu sehen sind (und angeblich Freunden gehören), sind Firmenwagen, die er eben (dienstlich) benutzt. Die Reise nach New York oder Thailand: Dienstreise. Kundenakquise, Fortbildung. Steuerlich abgesetzt. Das Essen im netten Restaurant: Arbeitsessen. Steuerlich abgesetzt.

Nun gibt es im Prinip zwei Möglichkeiten. Man nennt das geschicktes, gewieftes, wieseliges Unterhaltsprellen, wie Bräunig das tut. Oder man nennt es, wie die meisten Menschen, insbesondere Staatsanwälte oder Richter, Schwarzarbeit und Betrug und vielleicht auch Steuerhinterziehung.

Fortsetzung folgt...







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