So, der ganze Coronakladderadatsch
dauert nun jetzt schon eine Weile und in der Zwischenzeit habe ich
einige interessante Beobachtungen gemacht und daraus ein neues Hobby
– halb aus Langeweile und halb aus Interesse - entwickelt:
Expertenprognosen. Mich interessiert dabei weniger das Medizinische
sondern das Wirtschaftliche.
Ich bin der festen Überzeugung, dass
uns ein nie da gewesener – „unprecidented“, wie es in der
englischsprachigen Presse immer so schön und prägnant heißt -
Kollaps der Weltwirtschaft ins Haus steht. Ich stehe damit auch gar
nicht einmal alleine da. Als es mit den Lockdowns losging, gab es
einige Verlautbarungen aus dem IWF und der Weltbank, wenn ich mich
recht erinnere, dass es, sinngemäß, die größte
Wirtschaftskatastrophe aller Zeiten geben werde. Da war die Presse,
die davon berichtet hatte, wohl noch nicht ganz auf Linie gebracht.
Diese Medungen wurden dann schnell von der Jubelpresse untergebügelt.
Ein weiteres Indiz ist, dass der
hessische Finanzminister sich sogleich suizidierte und sein
Staatssekretär kurze Zeit später. Die werden wohl gewusst haben
warum.
Die „Experten“ oder
Regierungsvertreter sehen das in ihren Prognosen, die ich seit
einiger Zeit liebevoll Beruhigungspillen nenne, anders. Nun könnte
es natürlich sein, das die „Experten“ oder Regierungsvertreter,
die ich seit einiger Zeit liebevoll Systemlemminge nenne, recht haben
und ich nicht. Ja, könnte sein.
Das Erste, was gegen diese These
spricht, ist dass diese Prognosen, was das Augenscheinliche und Offensichtliche und was den gesunden Menschenvertand betrifft, völlig
abseitig, abwegig und fernliegend sind.
Gut, auch das könnte natürlich nur
mein rein subjektiver Eindruck sein.
Das Zweite, was gegen diese These
spricht, ist dass diese „Expertenprognosen“ ständig kassiert und
drastisch korrigiert werden müssen, bzw. häufig nicht annähernd
etwas mit den realen Ergebnissen zu tun haben.
Ich muss dann immer lachen, wenn das
passiert. Oder auch bei so schönen sprüchen wie:“In China
produziert man schon wieder.“ Das mag so sein, aber man fragt sich
wofür oder für wen. Alleine mit dem Produzieren ist es ja nicht
getan. Irgendjemand muss die Scheiße ja auch kaufen.
Eine kleine Auswahl an Fehlleistungen
Joa, was hatten wir da in letzter Zeit
so für Klopfer? Zum Beispiel die Ankündigung, dass die Rücklagen
der Bundesagentur für Arbeit für die Kosten der Kurzarbeit
(Arbeitslosigkeit war damals noch nicht vorgesehen) ausreichen
würden. Die Rücklagen betrugen zu dem Zeitpunkt ungefähr 26
Milliarden Euro.
Ein paar Wochen später lese ich im
Handelsblatt, dass es wohl doch zu einem Minus von 30 Milliarden
kommen werde. Upsi!!! Vor lauter Atemnot dachte ich schon, ich sei an
Covid-19 erkrankt, aber das war zum Glück nur der Lachanfall.
Also zwischen 26 Milliarden plus und 30
Milliarden minus liegen nominal, wenn man das an einem Zahlenstrahl
abträgt, 56 Milliarden.
Nun ist die Aussage, dass 26 Milliarden
reichten keine absolute Aussage. Da gibt es dann eine Bandbreite von
26 Milliarden bis Null. Wenn man einmal Null annimmt hätte man sich
damit um über 100% verschäzt. Und das Jahr ist noch lange nicht
vorbei.
Dann waren da natürlich die
Kurzarbeiter selbst. Irgendwann schätzte irgendjemand, dass wohl so
3,5 Millionen Arbeitnehmer von Kurzarbeit betroffen sein würden.
Irgendwann später waren es dann 7 Millionen...und BOOM oder WUMMS
(wie man neuerdings in Regierungskreisen sagt) waren es dann doch
10,5 Millionen oder so.
Je nach dem welche Zahl man zu Grunde
legt, hätte man sich so zwischen gut 300 und 50% verschätzt.
Auch schön, die Prognosen zum
Einbruch des BIP. Zunächst waren es 4 Komma irgendwas Prozent, und
nach ein paar Korrekturen über 5 Komma irgendwas liegt man jetzt, je
nach Prognoseexperten bei 6,8 oder so. Auch hier hat man eine
Abweichung von der Anfangsprognose von über 50%.
Das ganze immer mit der Prognose verbunden, dass es im nächsten Quartal ein Wachstum von so und so viel geben werde. Auch hier verschob sich das „nächste Quartal“ immer weiter in die Zukunft. Ich glaube inzwischen ist man bei mitte 2021 oder Ende 2022. Ich habe da ehrlich gesagt den Überblick verloren.
Das ganze immer mit der Prognose verbunden, dass es im nächsten Quartal ein Wachstum von so und so viel geben werde. Auch hier verschob sich das „nächste Quartal“ immer weiter in die Zukunft. Ich glaube inzwischen ist man bei mitte 2021 oder Ende 2022. Ich habe da ehrlich gesagt den Überblick verloren.
Aber dann, spätestens, schweben wir
auf Wolken aus rosa Zuckerwatte und falten aus 200 Euroscheinen
kleine Frösche, Schiffchen und Kraniche, weil es dann so boomen
wird, dass uns das Geld in Hülle und Fülle aus dem Arsch fällt und
wir nicht wissen, wohin damit. Ganz sicher! Expertenprognosen sind da
sehr ernst zu nehmen. Und wenn es dann doch ein Qurtal später sein
sollte, geht die Welt auch nicht unter.
Ich erlaube mir an der Stelle den
Hinweis, dass internationale Organisationen von einem Einbruch von 11
– 14% ausgehen, wenn ich das recht in Erinnerung habe. Ich
persönlich rechne mit 15%. Die FED, die amerikanische Notenbank,
geht davon aus, dass die USA erst in 10 Jahren wieder das
Vorkrisenniveau erreicht haben werden. Diese Dimension erscheint mir
doch wesentlich realistischer und dürfte auf die BRD übertragbar
sein. McKinsey geht für die BRD von acht Jahren aus. Wobei die natürlich auch nicht unbedingt ein. Quelle der Wahrhaftigkeit und der sicheren Prognose sind.
Das beste natürlich zum Schluss: Die
legendäre Aussage unseres Wirtschaftsministers Atmeier, die
sicherlich in die Geschichtsbücher Einzug halten wird, dass niemand
durch Corona seinen Job verliere.
Inzwischen hat sich herausgestellt,
dass zwischen niemand, also Null, und den offiziellen Zahlen eine
Lücke von bummelig 500.000 klafft, NOCH. Die Steigerung von Null zu
500 000 kann man mathematisch schon gar nicht mehr ermitteln. Gehen
wir einmal von Eins aus, dann wäre das eine Steigerung von 500 000%.
Die Schlauschlümpfe vom Kieler
Institut für Weltwirtschaft haben vor kurzem orakelt, dass es
höchstens eine Millionen zusätzliche Arbeitslose geben werde. Joa,
500 000 sind es schon und das Jahr ist noch lange nicht vorbei. Zumal
wir ja jetzt die traditionell guten Jahreszeiten für den
Arbeitsmarkt hatten und die saure Gurken Zeit noch kommt.
Passend, weil im Gegensatz dazu, hat
der Chef der Bundesagenut für Arbeit jüngst verkündet, dass die
3-Millionen-Marke bereits im Sommer geknackt werden könnte. Man
beachte das modale Hilfsverb KÖNNTE.
ImKlartext heißt es, dass die Arbeitslosenzahlen bereits im Sommer ganz sicher explodieren werden. Naja, am 01.07 werden wir diesbezüglich ein bisschen schlauer sein. Dann kommen die nächsten Arbeitslosenzahlen.
ImKlartext heißt es, dass die Arbeitslosenzahlen bereits im Sommer ganz sicher explodieren werden. Naja, am 01.07 werden wir diesbezüglich ein bisschen schlauer sein. Dann kommen die nächsten Arbeitslosenzahlen.
Ich persönlich gehe davon aus, dass
wir am Jahresende zwischen sechs und acht Millionen Arbeitslose haben
werden.
Vergleichsgrößen
Gut, wir hatten jetzt also am laufenden
Meter „Verschätzungen“ bei wichtigen wirtschaftlichen
Kennziffern in der Größenordnung von 50 bis 500 000 Prozent. Das
ist alles sehr abstrakt oder theoretisch. Machen wir es einmal etwas
plastischer.
Man stelle sich vor, ein Busfahrer
verschätz sich beim Bremsweg zwischen 50% und 500 000%
Also er geht vielleicht von 50 Metern
aus, aber notwendig gewesen wären 75 Meter oder gar 25 Millionen
Meter. Übel! Tote, Verletzte und Totalschäden. Das kann man jetzt
spaßeshalber erweitern auf Piloten oder vielleicht Chirurgen oder
Architekten oder was einem da so einfällt. Solche Klöpse leistet
man sich in den meisten Berufseldern höchstens einmal.
Als mein Sohn klein war, so ungefähr
zwischen einem und zwei Jahren alt, ist er immer aus ca. zwei Metern
Höhe vom Gerüst gesprungen und ich sollte ihn dann auffangen. Das
hätte kein gutes Ende genommen, hätte ich mich beim Timing um 50
bis 500 000% verschätzt. Gar nicht auszudenken.
Motive
Wie kommt es zu den eklatanten
Fehleinschätzungen der Experten und Regierungsvertreter? Da gibt es
grob zwei Möglichkeiten: sie sind verblödete Vollpfosten, die
inkompetent as fuck sind oder sie lügen.
Ich glaube, dass Letzteres der Fall
ist. Man will uns das Desaster in einer Salamitaktik scheibchenweise
unterjubeln, damit man es nicht in seiner vollen Dramatik offenbaren
muss.
Da tritt dann ein gewisser Abstumpfungseffekt, der boiling-frog-Effekt ein und man gewinnt Zeit. Wenn man schon bei 3,2 Millionen Arbeitslosen ist, klingen 3, 5 Millionen dann auch nicht mehr so dramatisch usw. Wenn wir schon bei 150 Milliarden Nachtragshaushalt waren, halten wir 218 Milliarden auch noch aus und auch die demnächst 280 Milliarden oder wie viel immer es dann sein werden. Ist ja nicht unser Geld, sondern das des Staates. Business as usual. Ich nehme auch an, dass Frau Merkel, den Scherbenhaufen lieber ihrem Nachfolger vor die Füße kippt.
Da tritt dann ein gewisser Abstumpfungseffekt, der boiling-frog-Effekt ein und man gewinnt Zeit. Wenn man schon bei 3,2 Millionen Arbeitslosen ist, klingen 3, 5 Millionen dann auch nicht mehr so dramatisch usw. Wenn wir schon bei 150 Milliarden Nachtragshaushalt waren, halten wir 218 Milliarden auch noch aus und auch die demnächst 280 Milliarden oder wie viel immer es dann sein werden. Ist ja nicht unser Geld, sondern das des Staates. Business as usual. Ich nehme auch an, dass Frau Merkel, den Scherbenhaufen lieber ihrem Nachfolger vor die Füße kippt.
Diese „Experten“, um die es hier
geht, werden direkt von der Regierung bezahlt oder deren Institute
sind komplett oder überwiegend staatlich finanziert. Das sollte man
wohl wissen. Deswegen nenne ich sie auch Systemlemminge.
Internationale Organisationen,
heimische oder ausländische Experten, die nicht direkt oder indirekt
von der Regierung finanziert werden, kommen da durchaus zu
frappierend anderen und abweichenden Ergebnissen und Prognosen aber selten bis nie
in den deutschen Mainstreammedien vor. Insofern solltest du regelmäßig einmal einen Blick in die ausländische Presse und
diverse Wirtschaftskanäle auf Youtube werfen, um dich realistisch
informieren zu können.
In gewisser Weise kann ich dieser
Beruhigungspillenpolitik nachvollziehen. Wenn man sagte, was man
weiß, würde in großen Teilen der Bevölkerung wahrscheinlich
blanke Panik ausbrechen und es würde flächendeckend zu
tumultartigen Szenen kommen. Damit wäre natürlich auch niemandem
gedient.
Auf der anderen Seite erwarte ich
schon, dass das Ausmaß des Desasters von verantwortlicher Stelle
zumindest grob skizziert wird. Dass sich da mal jemand hinstellt und
sagt:“Freunde, der Karren steckt im Dreck, wir tun unser
Möglichstest, um den Kollaps zu verzögern oder abzufedern. Aber so
schauts aus. Stellt euch auf harte Zeiten ein!“
Ich bin davon überzeugt, dass sich
sehr viele Menschen, die leichtgläubigen, die Verdränger und
Berufsoptimisten, in nicht allzuferner Zukunft unglaublich verarscht
und betrogen fühlen werden. Und genau das wird dann mehr sozialen
Sprengstoff erzeugen als notwendig ist und ohnehin vorhanden sein
wird. Mir jedenfalls braucht niemand erzählen, dass sich die Dinge
in Kürze wieder erholen werden.
Also liebe Mittrennungsväter, lasst
euch nicht verarschen und bereitet euch auf das schlimmste vor und
damit meine ich auch das schlimmste.
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